In Runde 3 treffen wir nun auf Stadtligist ATV zu Berlin.
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Wir haben uns NATÜRLICH vorgenommen, auswärts in Treptow-Köpenick zu punkten. Aber ein Handballspiel dauert leider 60 und nicht nur 50 Minuten …
Wie zu erwarten, kämpften beide Teams mit der bekannten Situation, in der (an sich schönen) Halle am Am Mohnweg, auf einem Hallenboden unterwegs zu sein, der sich eher zum Schlittschuhlaufen eignet und, dass das Spielgerät ohne „Backe“ zu bedienen war.
Es ist zwar toll, dass moderne Handbälle mit weichem, griffigen PU, einzigartiger, geprägter BEE-Oberfläche für zusätzliche Kontrolle und speziellem Air-Touch-Schaum für das perfekte Gleichgewicht zwischen Sprungverhalten und Griffigkeit ausgestattet sind. Das alles nutzt aber wenig, wenn ein unvermeidlicher Umstand hinzukommt: Erhöhte Transpirationsrate durch intensive Körperaktivität (gemischt mit feinem Hallenstaub).
OK sagen viele „Handball-Altstars“, ein guter Handballer kann auch ohne und früher haben wir immer (tatsächlich?) ohne Kleber gespielt. Mag sein, aber früher waren Handbälle aus Leder und dieses Material hat Feuchtigkeit (Schweiß) aufgesogen. Der Ball blieb halbwegs griffig, wurde allerdings sukzessive schwerer. Aber egal.
Handball ohne “Backe” hat ungefähr so viel Charme wie Skifahren mit nicht gewachsten Ski…
Naturgemäß sind bei den beschriebenen Bedingungen Tore aus dem Rückraum eher Mangelware, da man nicht genug Druck auf den Ball bekommt und es den Torhütern eher gelingt, den Wurf „zu lesen“ bzw. sich deren Reaktionszeit um 3/10tel Sekunden verlängert. Erfolgreiche Abschlüsse gelangen demzufolge überwiegend durch die 1. Und 2. Welle oder bei Durchbruchsituationen aus der Nahdistanz.
Das Spiel war ausgeglichen und fair. Mit nur 8 Feldspielern angetreten ging uns dann aber leider nach 50 Minuten die Puste aus (Spielstand 19:19). In der Deckung leisteten wir uns einen Tick zu viel Unkonzentriertheiten, unser Tempogegenstoßverhalten (so es noch stattfand) entfaltete kaum noch Wirkung und aus dem gebundenen Spiel heraus ging zunehmend das Durchsetzungsvermögen verloren. Aus dieser Situation heraus sicherte sich Ajax am Ende den Erfolg.
Hier war also ganz deutlich mehr für uns drin. Dennoch halten wir als Aufsteiger zur Herbstpause das Zwischenergebnis von 4:4 Punkten für zufriedenstellend. Ärgern tun wir uns trotzdem - und das ist auch gut so…
Spielfilm: 0:2, 3:2, 4:4, 4:6, 5:8, 9:8, 9:9, 10:10, 10:11 HZ-Ergebnis
10:13, 11:15, 14:15, 15:17, 17:17, 17:19, 19:19, 21:19, 21:20, 22:20, 22:21, 26:21 Endergebnis
Spieler/Tore(davon 7-Meter)/2-Minuten-Strafen:
Benjamin Wille/8(4), Almin Kuc/2, Bernd Kyborg/3, Enis Askar/1, Mathias Schnabl/2, Marco Schmidtmann/0, Patrick Holzer/4, Max Schmidtberg/1/2, Mathias Girbig (TW), Jörg Neumann (TW), Thomas Hensel (TW)
Eines darf vorweg genommen werden: Das Beste an diesem Samstagabend war die Tatsache, dass wir 2 Punkte eingefahren haben. Als Aufsteiger sollte man insofern nicht unzufrieden sein. Aber ein wenig Selbstkritik sei dann doch angebracht!
Es war kein wirklich schön anzusehendes Spiel. Beide Teams zeigten über die gesamten 60 Minuten einige Unzulänglichkeiten (technische Fehler, ungenügendes Passspiel, fehlendes Timing). Wir gerieten zwar während der gesamten Partie nie in Rückstand und konnten immer wieder einen Vorsprung von bis zu 3 Toren erarbeiten, es gelang uns allerdings nicht diesen auszubauen. Zum Einen scheiterten wir für meinen Geschmack zu häufig in aussichtsreichen Abschlusssituationen. Zum Anderen muss man darüber hinaus bei 3 zu 8 Zeitstrafen zu unseren Gunsten deutlich früher für klare Verhältnisse sorgen. Es gelang uns viel zu selten die eigene Überzahlsituation konsequent zu nutzen. Stattdessen ließen wir Spandau - auch begünstigt durch manch Abstimmungsschwäche im Innenblock - immer wieder herankommen. So blieb dieses Spiel bis zur Schlussminute spannend. Ca. 30 Sekunden vor Ultimo sorgte Almin dann für das erlösende 29:27…
Spielfilm: 1:1, 3:1, 6:2, 7:5, 9:6, 10:7, 11:10, 12:12, 16:13 HZ-Ergebnis
17:16, 19:18, 21:18, 22:20, 24:21, 24:24, 26:26, 27:27, 29:27 Endergebnis
Spieler/Tore(davon 7-Meter)/2-Minuten-Strafen:
Benjamin Wille/9(4), Almin Kuc/2, Daniel Baer/2(1), Bernd Kyborg/5/1, Marc Herrmann/4, Enis Askar/0, Cornelius Jensch/1, Tim Zett/1, Mathias Schnabl/0, Marco Schmidtmann/0, Patrick Holzer/5, Max Schmidtberg/0, Mathias Girbig (TW), Jörg Neumann (TW)
Diese Niederlage kann – auch und vor allem wegen ihrer Deutlichkeit - mit einem Lächeln hingenommen werden.
In der letzten Saison trennten uns noch 2 Spielklassen. Der PSV trat in voller Besetzung an, wir hingegen mit einer Rumpftruppe von 8 Feldspielern (inklusive unserem Keeper Thommi, den wir mal eben zum Feldspieler umfunktioniert hatten) plus einem doch deutlich in die Jahre gekommenen ex-Spieler (nennen wir ihn mal Coach), der jedoch von einem Einsatz verschont blieb. Uns fehlte also leider an diesem Spieltag der halbe Kader. Besonders schwer wog hierbei die Tatsache, ohne gelernte Kreisläufer auskommen zu müssen. So traten wir quasi ohne nachhaltige Wechselalternativen mit einem Altersdurchschnitt von 35 Jahren (PSV 25) an.
Das Spielergebnis ist daher nur folgerichtig, täuscht aber ein wenig darüber hinweg, dass der PSV doch deutlich mehr Mühe hatte, als eigentlich zu erwarten war. Die jeweils ersten 12 bis 15 Minuten der beiden Halbzeiten (Zwischenstand HZ 1: 6:6 / HZ 2: 19:15) waren nämlich absolut ausgeglichen. Dann jedoch lies bei uns zwangsläufig die Kondition und damit die Konzentration nach. Wir verdaddelten ein paar Bälle oder hatten Abschlusspech und wurden durch gut vorgetragene Konter gnadenlos bestraft. Besonders ärgerlich war, dass wir Mitte der 2. HZ eine eigene Überzahlsituation mit 1:4 Toren gestalteten und der Kontrahent damit endgültig außer Reichweite geriet (Zwischenstände 19:15 / 23:16). Der Rest war dann für den PSV nur noch Schaulaufen…
Spielfilm: 1:1, 2:2, 3:3, 4:4, 5:5, 6:6, 13:6, 14:7, 14:10, 16:10 HZ-Ergebnis
17:11, 19:11, 19:15, 23:16, 25:18, 26:19, 32:19, 33:21 Endergebnis
Spieler/Tore(davon 7-Meter)/2-Minuten-Strafen:
Benjamin Wille/10(6)/1, Almin Kuc/3, Daniel Baer/2/1, Bernd Kyborg/1/1, Marc Herrmann/0, Enis Askar/2, Cornelius Jensch/3/1, Gereon Kretschmer/0/1, Thomas Hensel/0/1, Jörg Neumann (TW)
Heimsieg zum Landesliga-Saisonauftakt. Vielleicht ein wenig glücklich, aber letztlich nicht unverdient:
Unser Kontrahent (vor 2 Jahren noch Verbandsligist, letzte Saison 8. der Landesliga) machte - wie erwartet - von Beginn an sehr viel Druck, war aber bei der ein oder anderen Abschlusssituation zu unkonzentriert. Wir hatten insofern Glück, nicht bereits in der Anfangsphase deutlich ins Hintertreffen zu geraten. Wir kämpften uns sukzessive in die Partie und hielten das Ergebnis in den ersten 12 Minuten eng. Dann erwischten wir einen kurzzeitigen Run und konnten uns mit 5 Toren absetzen. Eine Phase, in der uns fast alles, Eintracht kaum etwas gelang. Nach einem Team-Timeout von Eintracht (16:36) war dann unser Zwischenhoch schnell zu Ende. Wir verloren etwas den Faden und nahmen unsererseits eine Auszeit (23:24), um uns zu sammeln. Dies gelang auch, so dass wir einen 1-Tore-Vorsprung in die HZ-Pause mitnehmen konnten.
Auch in HZ 2 war für beide Teams alles drin. Allerdings mussten wir für unsere Torerfolge mehr Aufwand betreiben, als der Gegner, der häufiger als wir gute Torsituationen hatte. Dennoch gelang es uns das Spiel offen zu halten, erzielten sogar Tore in Unterzahl. So konnten wir in einer hart umkämpften, aber fairen Partie, Eintracht tatsächlich niederringen. Zu Beginn der Schlussviertelstunde gingen wir in Führung und gaben diese nicht mehr ab. Garant für diesen Erfolg war aber vor allem auch unser Torhütergespann, deren Paraden das Ergebnis sicherstellte. Wir waren sicherlich nicht das bessere Team, boten aber eine beherzte Mannschaftsleistung.
Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle unseren Fans, die echte Heimspielatmosphäre boten. Das war echt super!
Spielfilm: 0:2, 1:3, 2:4, 3:5, 4:6, 6:6, 7:7, 12:7, 12:10, 13:10, 13:14, 15:14 HZ-Ergebnis
16:14, 17:15, 17:17, 18:18, 18:20, 20:20, 20:21, 23:21, 25:22, 27:24, 27:26, 30:26, 30:28 Endergebnis
Spieler/Tore(davon 7-Meter)/2-Minuten-Strafen:
Benjamin Wille/10(4), Almin Kuc/5/1, Tim Zett/1, Daniel Baer/1, Bernd Kyborg/5/2, Max Schmidtberg/3/1, Marc Herrmann/3, Enis Askar/0, Cornelius Jensch/3/2, Jörg Neumann (TW), Thomas Hensel (TW)