Wir haben uns NATÜRLICH vorgenommen, auswärts in Treptow-Köpenick zu punkten. Aber ein Handballspiel dauert leider 60 und nicht nur 50 Minuten …
Wie zu erwarten, kämpften beide Teams mit der bekannten Situation, in der (an sich schönen) Halle am Am Mohnweg, auf einem Hallenboden unterwegs zu sein, der sich eher zum Schlittschuhlaufen eignet und, dass das Spielgerät ohne „Backe“ zu bedienen war.
Es ist zwar toll, dass moderne Handbälle mit weichem, griffigen PU, einzigartiger, geprägter BEE-Oberfläche für zusätzliche Kontrolle und speziellem Air-Touch-Schaum für das perfekte Gleichgewicht zwischen Sprungverhalten und Griffigkeit ausgestattet sind. Das alles nutzt aber wenig, wenn ein unvermeidlicher Umstand hinzukommt: Erhöhte Transpirationsrate durch intensive Körperaktivität (gemischt mit feinem Hallenstaub).
OK sagen viele „Handball-Altstars“, ein guter Handballer kann auch ohne und früher haben wir immer (tatsächlich?) ohne Kleber gespielt. Mag sein, aber früher waren Handbälle aus Leder und dieses Material hat Feuchtigkeit (Schweiß) aufgesogen. Der Ball blieb halbwegs griffig, wurde allerdings sukzessive schwerer. Aber egal.
Handball ohne “Backe” hat ungefähr so viel Charme wie Skifahren mit nicht gewachsten Ski…
Naturgemäß sind bei den beschriebenen Bedingungen Tore aus dem Rückraum eher Mangelware, da man nicht genug Druck auf den Ball bekommt und es den Torhütern eher gelingt, den Wurf „zu lesen“ bzw. sich deren Reaktionszeit um 3/10tel Sekunden verlängert. Erfolgreiche Abschlüsse gelangen demzufolge überwiegend durch die 1. Und 2. Welle oder bei Durchbruchsituationen aus der Nahdistanz.
Das Spiel war ausgeglichen und fair. Mit nur 8 Feldspielern angetreten ging uns dann aber leider nach 50 Minuten die Puste aus (Spielstand 19:19). In der Deckung leisteten wir uns einen Tick zu viel Unkonzentriertheiten, unser Tempogegenstoßverhalten (so es noch stattfand) entfaltete kaum noch Wirkung und aus dem gebundenen Spiel heraus ging zunehmend das Durchsetzungsvermögen verloren. Aus dieser Situation heraus sicherte sich Ajax am Ende den Erfolg.
Hier war also ganz deutlich mehr für uns drin. Dennoch halten wir als Aufsteiger zur Herbstpause das Zwischenergebnis von 4:4 Punkten für zufriedenstellend. Ärgern tun wir uns trotzdem - und das ist auch gut so…
Spielfilm: 0:2, 3:2, 4:4, 4:6, 5:8, 9:8, 9:9, 10:10, 10:11 HZ-Ergebnis
10:13, 11:15, 14:15, 15:17, 17:17, 17:19, 19:19, 21:19, 21:20, 22:20, 22:21, 26:21 Endergebnis
Spieler/Tore(davon 7-Meter)/2-Minuten-Strafen:
Benjamin Wille/8(4), Almin Kuc/2, Bernd Kyborg/3, Enis Askar/1, Mathias Schnabl/2, Marco Schmidtmann/0, Patrick Holzer/4, Max Schmidtberg/1/2, Mathias Girbig (TW), Jörg Neumann (TW), Thomas Hensel (TW)