Diese Liga ist nicht nur sehr ausgeglichen, sondern hinsichtlich Spielverlauf und -ergebnis auch sehr vom Zufall abhängig. Das nur ein SR für dieses Spiel angesetzt war, ist schon grenzwertig genug. Hinsichtlich Dynamik und Härte sind die Stadtligamannschaften nun auch nicht so schlecht, dass ein einzelner Referee ausreicht, um Spielsituationen im Sinne der Regelauslegung sachgerecht zu beurteilen. Und wenn der angesetzte SR dann nicht mal erscheint, sind Probleme programmiert. Leider lässt das Regelwerk keine Neuansetzung zu, so dass eine Notlösung gefunden werden musste. Diese bestand diesmal darin, einen vereinseigenen SR pfeifen zu lassen. FES konnte/wollte keinen stellen. Es kam was kommen musste: Das Spiel wurde zunehmend emotional, hüben wie drüben entwickelten sich kritische Situationen in Bezug auf Beurteilung von Fouls, Überhärten oder auch technische Vergehen wie z.B. „Übertreten“ in Abschlusssituationen. Ein einzelner SR muss hier überfordert sein. An dieser Stelle soll nicht beurteilt werden, ob wir mit zwei etatmäßigen SR gewonnen hätten. Fakt ist aber auch, dass das Spiel ganz anders gelaufen wär und unser Referee auf gar keinen Fall ein Heimschiedsrichter war (der Versuch Neutralität zu zeigen führt häufig zur Benachteiligung der eigenen Mannschaft). Im gesamten Spiel gab es 6 Zeitstrafen und 6 7-Meter. Es hätten deutlich, sehr deutlich mehr sein müssen. Wenn ein Angreifer an der 7-Meter-Linie abspringt und an der 4-Meterlinie am Wurf gehindert wird und dann nur einen Freiwurf erhält, kann man ein Spiel eigentlich abbrechen. Phasenweise kämpften wir gegen eine Deckung an, die im Rugby-Stil Abschlüsse zu verhindern suchte, ohne bestraft zu werden. Wir selbst waren natürlich ebenfalls nicht zimperlich (auch unser Gegner haderte zu Recht mit zahlreichen Entscheidungen) - aber wenigstens nicht ganz so unsauber. Sei’s drum: Ich bin als sachlich-ruhiger Zeitgenosse bekannt, der die Dinge zu objektivieren versucht. FES hat letztlich verdient gewonnen, weil sie zum Ende des Spiels die Gesamtsituation für sich besser beherrscht hat. Wir z.B. vergaben in den entscheidenden Schlussminuten 2 7-Meter, erhielten eine (berechtigte) direkte rote Karte sowie eine 2-Minuten-Strafe wegen Meckerns! und nahmen uns damit die Chance wenigsten einen Punkt zu retten…
Spielfilm: 0:1, 1:3, 4:4, 7:7, 9:7, 10:8, 12:9, 13:11, 14:12 HZ-Ergebnis
15:12, 18:15, 19:16, 20:18, 20:20, 23:23, 23:25, 24:26, 25:28 Endergebnis
Spieler/Tore: Bernd/7, Patrick/ 6, Ben/ 4, Flo/1, Daniel/1, Max S./0, Kai/0, Enis/3, Max H./0, Marc/3, Almin/0, Jörg (TW), Thommi (TW)